Stadtleben 31. August 2026 PDF

80 Jahre Malkasten Rüsselsheim: Große Jubiläumsausstellung im Theater

Die Künstlervereinigung Malkasten Rüsselsheim wird 80 Jahre alt. Zum Jubiläum zeigt der traditionsreiche Verein ab dem 20. September 2026 eine vielseitige Werkschau im Foyer des Theaters.

Marmorskulptur „La Muse“ (Die Muse) von Auguste Rodin aus dem Jahr 1889 im Foyer des Theaters Rüsselsheim

Im Foyer des Theater Rüsselsheim steht die Marmorskulptur „La Muse“ (Die Muse) von Auguste Rodin aus dem Jahr 1889.

Kernpunkte & Schnellleser-Modus

  • 80 Jahre kontinuierliche Kunst- und Kulturgeschichte in Rüsselsheim am Main
  • Jubiläumsausstellung vom 20. September bis 15. November 2026 im Foyer des Theaters
  • 20 Kunstschaffende präsentieren Skulptur, Malerei, Kalligrafie, Collage und Mixed Media

Zusammenfassung

Die Künstlervereinigung Malkasten Rüsselsheim feiert ihr 80-jähriges Bestehen. Zum runden Geburtstag präsentieren zwanzig Künstlerinnen und Künstler des Vereins vom 20. September bis 15. November 2026 ihre aktuellen Positionen im Theater Rüsselsheim. Oberbürgermeister Patrick Burghardt eröffnet die Ausstellung am Sonntag, 20. September, mit einer Laudatio.

Acht Jahrzehnte Kunst für Rüsselsheim

Die Künstlervereinigung Malkasten Rüsselsheim e.V. feiert ein außergewöhnliches Jubiläum: Seit 80 Jahren prägt die Gemeinschaft das kulturelle Leben und das Kunstschaffen in der Stadt. Zum runden Geburtstag laden die Künstlerinnen und Künstler zu einer großen Werkschau in das Foyer des Theaters Rüsselsheim ein.

Die feierliche Eröffnung findet am Sonntag, 20. September 2026, um 11:00 Uhr statt. Nach der Begrüßung durch Theaterleiterin Gundula Reinig wird Rüsselsheims Oberbürgermeister Patrick Burghardt die Laudatio auf das langjährige bürgerschaftliche und künstlerische Wirken des Vereins halten. Für den musikalischen Rahmen der Matinee sorgt Denise Frey. Die Ausstellung ist bis zur Finissage am Sonntag, 15. November 2026 (11:00 Uhr), öffentlich zugänglich.

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Vom Realgymnasium ins Landrat-Harth-Heim: Eine bewegte Geschichte

Gegründet wurde der Malkasten im Jahr 1946 – mitten in der von Aufbruch und Neuorientierung geprägten Nachkriegszeit. Zu den Gründungsmitgliedern zählten engagierte Persönlichkeiten wie August Schilling, der Maler Aloys Britz und der damalige Kunststudent Diether Ritzert, der sich später als profilierter Nachexpressionist einen überregionalen Namen machte und Stipendiat der renommierten Villa Massimo in Rom wurde.

Bereits im November 1946 fand die erste gemeinsame Werkschau im damaligen Realgymnasium statt. Aus diesen Anfängen entwickelte sich eine Arbeitsroutine, die bis heute das pulsierende Herz des Vereins bildet: Seit 1946 treffen sich die Mitglieder jeden Dienstagabend zum gemeinsamen Arbeiten, Diskutieren und Experimentieren.

Im Jahr 1955 schärfte der Verein sein Profil durch eine grundlegende Satzungsänderung: Mitglied konnte fortan nur noch werden, wer selbst kontinuierlich künstlerisch aktiv ist. In den folgenden Jahrzehnten zog der Verein durch verschiedene Stationen der Stadtgeschichte:

  • 1956: Erstes festes Atelier in der Parkschule
  • Folgestationen: Brandstätter Haus am Maindamm, das ehemalige Amtsgericht, die alten Opelvillen sowie die Eichgrundschule
  • Seit 1997: Feste Heimat im Landrat-Harth-Heim

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Feste Säule des städtischen Kulturlebens

Seit 1962 veranstaltet der Malkasten regelmäßige Jahresausstellungen, die über die Jahrzehnte hinweg die Stationen Rüsselsheimer Kulturorte spiegelten – vom Heimatmuseum und dem traditionsreichen Adlersaal über die Stadthalle, die Kunstkemenate und das Stadttheater bis hin zur Rathausrotunde und der Schleuse der Opelvillen. Auch international vertrat der Malkasten die Stadt mit Ausstellungen in den Partnerstädten Varkaus (Finnland), Évreux (Frankreich) und Rugby (Großbritannien).

1976 erweiterte sich das Spektrum mit der Werkkunstgruppe um Disziplinen wie Keramik, Textil, Batik und Schmuckgestaltung. Aus diesen Initiativen entstand der weit über die Stadtgrenzen hinaus beliebte Kunsthandwerkermarkt, der bis heute zweimal jährlich – im Frühsommer im Stadtpark und im Winter in den historischen Mauern der Festung – Publikumsmagnet ist.

Mit der Gründung der Kalligrafiegruppe im Jahr 2004, regelmäßigen Workshops mit Fachdozenten, der kontinuierlichen Beteiligung am städtischen Kultursommer sowie der jüngsten Bespielung des Experimentierraums „freiraum f3“ in der Frankfurter Straße 3 beweist der rund 40 Mitglieder zählende Verein bis heute Innovationsfreude und lebendige Stadtpräsenz. Unterstützt wird die Arbeit von der Stadt Rüsselsheim am Main und Kultur123.

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20 Positionen: Die Vielfalt der Jubiläumsausstellung

In der Jubiläumsausstellung im Theater-Foyer spiegeln 20 Kunstschaffende die Bandbreite moderner Bild- und Formsprachen wider – von Skulpturen aus Sandstein über Kalligrafie und Aquarell bis hin zu konzeptioneller Collage, Frottage und Mixed Media:

  • Karin Beilstein: Skulpturen aus Sandstein, ergänzt durch Werke in Pappmaché, Holz und Druckgrafik.
  • Brigitte Bösken-Grimm: Bildthemen zu Frauenrechten und indigenen Perspektiven im Spannungsfeld gesellschaftlicher Unterdrückung.
  • Angelika Kaul von Bohr: Frottage-Techniken mit mythologischen und zeitlosen Motiven.
  • Sieglinde Nordmann: Kombination aus Collage, expressiven Rohrfeder-Zeichnungen und Acrylmalerei.
  • Nikos Samartzidis: Künstlerische Brücke zur griechischen Heimat durch Verarbeitung der antiken Linearschrift B.
  • Ruth Schmid: Gedanken und persönliche Lebenserfahrung in fein ziselierter Kalligrafie.
  • Claudia Bruchhäuser: Urbane Dynamik und Großstadtperspektiven in pastoser Spachteltechnik.
  • Heike Eberts-Schad: Motive aus der Vogel- und Naturwelt in Spachteltechnik, Acryl und Milchkarton-Drucken.
  • Ute Einsiedel: Farbinteraktionen mit Aerocolor und Magnolienblättern auf hochwertigem Lana-Papier.
  • Angelika Grieser-Martin: Plastiken und Skulpturen zwischen Tradition und Moderne mit Fokus auf die Frau.
  • Claudia Hasler: Klassische Aquarellmalerei mit Schwerpunkt auf Landschaften und Stillleben.
  • Steffi Obmann: Dreidimensionale Objekte rund um Ordnung, Gleichgewicht und geometrische Formen.
  • Sabine Pillwitz-Schaum: Serielle Mixed-Media-Werke zu existenziellen Lebensgedanken.
  • Edith Röhr: Atmosphärische Kompositionen aus Licht und reiner Farbe nach Naturbeobachtungen.
  • Sigrid Roes: Florale und phantastische Motive unter Verwendung gefundener textiler Fragmente.
  • Renate Sajnovits: Reduzierte Landschaftsbilder an der Grenze zur freien Abstraktion.
  • Karl-Heinz Schneckenberger: Eindringliche künstlerische Auseinandersetzung mit Krieg, Leid und Hintergründen.
  • Gabriele Sehn: Werden, Vergehen und Erneuerung im Wechselspiel von Form und Farbe.
  • Anette Stock: Der Mensch und alltägliche Handlungsmuster im Mittelpunkt figuraler Arbeiten.
  • Sigrun Sulk: Neue figurative Positionen aus ihrer bekannten Bildserie „Oh Rüsselsheim!“.
  • Kerstin Teetz: Fiktive Schriftzeichen und Farbschichten als tagebuchartige Erinnerungsräume.

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Alle Informationen zur Ausstellung auf einen Blick

  • Ausstellungstitel: 80 Jahre Künstlervereinigung Malkasten Rüsselsheim e.V.
  • Dauer der Ausstellung: 20. September bis 15. November 2026
  • Eröffnung (Vernissage): Sonntag, 20. September 2026, 11:00 Uhr
  • Finissage: Sonntag, 15. November 2026, 11:00 Uhr
  • Ort: Foyer des Theaters Rüsselsheim, Am Treff 7, 65428 Rüsselsheim am Main
  • Veranstalter: Künstlervereinigung Malkasten Rüsselsheim e.V. mit freundlicher Unterstützung von Kultur123 und der Stadt Rüsselsheim am Main
  • Informationen zum Verein: malkasten-ruesselsheim.de

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Autor: Wissendatenbank Achim Weidner | Autorensystem: Google Antigravity (KI-Agenten und KI-Assistenz)

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Autor: Wissendatenbank Achim Weidner | Autorensystem: Google Antigravity (KI-Agenten und KI-Assistenz)

Quelle Beitrag: Jubiläums-Flyer und Homepage des Vereins
Quelle Foto: Achim Weidner